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Sonderausstellung PDF 
"Perlen, Ringe, Schlangenschwert - Schätze edler Westfalen aus dem Sintfeld“ Grabfunde aus dem 6. Jahrhundert.

Funde von der Grabung des Archäologen Daniel BÈRENGER werden der Historischen Fürstenberg gGmbH für eine Sonderausstellung im Alten Gericht vom LWL Museum in der Kaiserpfalz u8nd aus dem Fundus in Münster zur Verfügung gestellt.



Aus einem Fürstengrab stammt die gesamte Waffenausstattung eines fränkischen Kriegers, darunter ein Ringschwert. Durch die Schmiedetechnik bedingt, schimmerte die blanke Schneide so, dass es schien, als ob ein Wurm oder eine Schlange daran empor gleiten würde: "Am Heft ist ein Ring und Herz in der Klinge. Schrecken in der Spitze vor dem, der es schwingt. Die Schneide birgt einen blutigen Wurm, aber am Stichblatt wirft die Natter den Schweif". Schlangenschwert heißt es einer mittelalterlichen Sagensammlung.

Die Klinge gehörte einem Toten, dessen Nachfahren bei den Grabbeigaben an nichts gespart hatten: Da lag alles mit drin, was im Frühmittelalter an Statussymbolen zu haben war. Um 600 n. C. kann der Krieger einem beliebigen germanischen Stamm der Zeit der Völkerwanderung angehören. Er kann Franke oder Sachse sein. Der Adelige vom Sintfeld, so steht fest, hatte sein Landgut auf Vesperthe oder in Zinsdorf, verbrachte dort seinen Lebensabend und wurde nach seinem Tod mit Waffen und Pferd begraben.

Auf den Friedhof waren Bauarbeiter beim Aushub eines Grabens für die Gasleitung von Fürstenberg nach Wünnenberg gestoßen. Dabei fanden sie bunte Glasperlen. Sie gehörten zum Grab eines 14jährigen Mädchens, einer Dame. Aufgereiht ergeben die Glasperlen eine wertvolle Halskette.

Zur Eröffnung der Ausstellung wird der Archäologe Ulrich LEHMANN den Festvortrag halten: „Waffe oder Statussymbol - Das frühmittelalterliche Ringschwert aus Fürstenberg und sein Träger“.